180 arme Kinder (unter 15 Jahren) in Stadtbergen - eine Erinnerung für uns

Veröffentlicht am 26.08.2023 in Allgemein

Immer wieder stolpere ich über die Entwicklungen in unserem Deutschland. Ich frage mich, ob wir in einem der fortschrittlichsten Länder leben? Oder doch auf dem Weg nach oben in dem unteren Drittel stecken geblieben sind. Es geht um den Lebensweg von vielen Kindern in unserem Land. Viele zeigen mit dem Finger auf andere Regionen oder Städte und stellen sich auf dem Punkt „Nein, so etwas gibt es in unserem Stadtbergen nicht“.

Aber wie der Titel des Kommentars am Samstag, den 26. August 2023 korrekt wiedergibt: „Rührseligkeit bringt rein gar nichts“. Wir dürfen auf allen Ebenen und auch im Stadtrat nicht unsere Augen verschließen. Und der Satz in dem Artikel „denn Armut und soziale Ausgrenzung sind eine Realität in diesem reichen Land. Beides trifft auf unsere Kinder besonders zu, weil Herkunft noch immer mit beschämender Präzision den Lebensweg von Kindern bestimmt.

In wenigen Tagen beginnt die Schule. Das Lamento wird hoch sein, dass wir erneut zu wenig Lehrer haben. Auch wir Erwachsene haben in den letzten Jahren nichts dazu gelernt. Ironisch ausgedrückt: „In vier Monaten ist wieder Weihnachten und keiner wusste es“.

Viele Schulen nörgeln an dem Zeitdruck herum, dass der beschlossene Anspruch auf einen Ganztagsanspruch für Grundschüler „bereits“ im Jahr 2026 umgesetzt sein muss. Auch die Erhöhung von finanziellen Leistungen kann Auswirkungen auf die Arbeitssuche der Eltern haben. Vielleicht gibt es Eltern, die ihre Suche nach einem Arbeitsplatz reduzieren. Ist das ein Grund die Situation der armen Kinder abzulehnen. Ich höre die Grünen oder die CSU in Stadtberger Stadtrat, die immer wieder die gleichen Aussagen vom Gießkannenprinzip wiederholen.

Auch wird auf dem Feld der Migrationsfeindlichkeit Argumente genommen. Der Finanzminister Christian Lindner, der den Zusammenhang zwischen Migration und Kinderarmut erwähnt. Er schüttet damit Öl in das Feuer der Vorbehalte gegenüber Migranten.

Meiner Meinung nach ist es wichtig, sichtbare Zeichen zu setzen. Wer den Artikel in der Süddeutschen Zeitung verfolgt hat, ist der Rucksack der Themen bei unseren Kindern bereits prall gefüllt: der Bauzustand vieler unserer Schulen, Kinderärzte, Fiebersäfte, familientaugliche und bezahlbare Wohnungen, Schwimmkurse und Ganztagsbetreuung. Verschärft wird die Ungerechtigkeit an Familien mit einem von der FDP vorgeschlagenen neuen Unterhaltsrecht und einem historischen Fehler zur Verstärkung der Ungleichheit von Mann und Frau, dem Ehegattensplitting.

 
 

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