Antrag Nummer 3 im Kreistag: Verbesserung im öffentlichen Personennahverkehr

Veröffentlicht am 31.03.2019 in Regionalpolitik

Ich habe mir den Umstieg und die Unterstützung des Öffentlichen Personennahverkehrs in mein Stammbuch geschrieben - ein Bus oder ein Straßenbahn kann es geschwindigkeitsmäßig nie mit einem Auto aufnehmen, auch in der Wegstrecke ist der ÖPNV eingeschränkt. Der Mehrwert ist der Aufenthalt im Bus/Straßenbahn, in dem man Dinge machen kann, die im Auto nicht möglich sind. Weiterhin denken viele Menschen nicht an die Alternative in den Bus umzusteigen. Dazu haben Annette Luckner und ich einen Antrag geschrieben.

Beim Nahverkehr muss auch der Komfort stimmen

SPD beantragt Testphase für mehr Attraktivität

Der Landkreis Augsburg ist gerade dabei, ein Mobilitätskonzept zu erarbeiten. Das ist eine Mammutaufgabe mit vielen unterschiedlichen Facetten. Eine davon ist die Attraktivität des Nahverkehrs im Landkreis. Die beiden SPD-Kreistagsmitglieder Roland Mair und Annette Luckner haben dazu einen Antrag für ihre Fraktion erarbeitet.

„Egal, welches öffentliche Verkehrsmittel ich nutze“, so Roland Mair, „es muss möglichst oft fahren und vor allem auch pünktlich sein, nur so kann man entsprechend flexibel sein.“ Doch nicht nur diese beiden Faktoren spielen eine große Rolle bei der Entscheidung Auto oder ÖPNV. Wer im Auto sehr komfortabel unterwegs ist, will in Bus, Straßenbahn und Zug auch einen gewissen Standard. Dazu zählen für Mair und Luckner WLAN in jedem Fahrzeug, Bildschirme mit Informationen zur Fahrtstrecke und mit aktuellen Nachrichten und einer einfachen Möglichkeit der Ticketbezahlung auch mit dem Handy und einer monatlichen Abrechnungen, die immer den günstigsten Tarif aussucht.

Die beiden SPD-Kreisräte wünschen sich darüber hinaus aber noch mehr, denn das Auto steht bei den meisten sowieso in der Garage, also müsste die Fahrt mit einem öffentlichen Verkehrsmittel einen „Mehrwert“ darstellen. „Wenn ich im Zug online kostenlos die Tageszeitung lesen könnte, hätte ich was davon und würde vielleicht eher auf das Auto verzichten“, erklärt Luckner. Beide können sich auch vorstellen, dass ein Kaffeautomat an der Endstation oder gar im Fahrzeug ebenfalls ein Anreiz wäre.

Dass solche Ideen erst geprüft werden müssen und eine Abstimmung aller Beteiligten erfordern, ist den beiden SPD-Politikern klar. Sie schlagen eine Testphase vor: Zwei Monate mit Testpersonen (Alleinstehende, Schülerinnen und Schüler, Familien, Seniorinnen und Senioren, ÖPNV-Verweigerer) aus unterschiedlichen Regionen (stadtnah, ländlicher Raum, klein, mittel, groß usw.). Die Zielgruppen schreiben genau auf, welche Fahrten sie unternommen haben und wo die Schwierigkeiten lagen. Eine Expertengruppe erstellt daraus einen Verkehrsplan, der ohne Auto funktioniert. Der Fraktionsvorsitzende und SPD-Landtagsabgeordnete Harald Güller ergänzt: „Auch große Unternehmen sollen in den Versuch mit eingebunden werden. Daneben könnten Modellkommunen in einer längeren Testphase unter fachlicher Begleitung ausprobieren, wie der Umstieg vom Auto in Bus, Straßenbahn und Zug besser gelingen könnte.“

Gutgelaunt in die Arbeit oder ins kulturelle Leben und auch noch spätabends wieder problemlos zurück, das bringe Lebensqualität. Der Nahverkehr müsse zur attraktiven Pkw-Alternative werden. Dazu gehöre neben Pünktlichkeit, Häufigkeit und den Kosten eben auch der Wohlfühlfaktor, ist sich die SPD-Kreistagsfraktion sicher.

 
 

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