Bericht aus dem Kultur- und Sozialausschuß am 24.11.2011

Veröffentlicht am 10.12.2011 in Kommunalpolitik

TOP 2 Ausweisung von offiziellen Treffpunkten für Jugendliche in allen Ortsteilen; Antrag SPD. (Diskussion mit Jugendräten und Jugendpflegerin Frau Ruff)

Grundlage der Beratung ist der Antrag der SPD-Fraktion (Stadtrat Woerlein, Vorsit-zender der SPD-Stadtratsfraktion Stadtbergen) vom 25.08.2011, Kulturamsleiter Nie-dermair verliest den Antrag:

Antrag auf Ausweisung von offiziellen Treffpunkten im Außenbereich für Jugendliche und junge Erwachsene in allen vier Ortsteilen

In enger Absprache mit der Jugendpflegerin Frau Katrin Ruff und den Jugendräten weist die Stadt Stadtbergen für alle vier Ortsteile je einen Platz aus, an dem sich Ju-gendliche und junge Erwachsene treffen können. Gleichzeitig wird mit Frau Ruff, den Jugendräten sowie Vertretern der Politik, des Ordnungsamtes und des Bauhofs ein Konzept erarbeitet, das die Sauberhaltung und Pflege nach dem Grundsatz der aktiven Beteiligung der Jugendlichen, die diese Plätze nutzen, sicherstellt.

Begründung und Erläuterung:

Bei einer der letzten Vollversammlungen aller Jugendräte im Inside unter der Leitung der Jugendpflegerin Frau Ruff wurde von den Vertretern aller vier Ortsteile bemängelt, dass Jugendliche keine Möglichkeit haben, sich zwanglos zu treffen, um sich unterein-ander auszutauschen. Bei dieser Vollversammlung waren Sie, Herr Metz, als Zweiter Bürgermeister, sowie die Stadträte Gabriele Bentlage, Roland Mair, Bernhard Thum und Herbert Woerlein anwesend.

„Sobald wir etwas länger zusammen irgendwo stehen oder sitzen, kommen Polizei oder der städtische Ordnungsdienst und nehmen unsere Personalien auf! Wir werden von einem Platz zum anderen gejagt und immer wieder vertrieben!“ – so beschrieben die Jugendvertreter die aktuelle Problematik.

Bereits am 24. März 2011 äußerten die Jugendräte in einer Sondersitzung des Stadtra-tes den Wunsch, dass im Zuge der Realisierung der Mehrzweckhalle dort ein Treff-punkt entstehen solle.

Der Austausch der Jugendlichen ist ausgesprochen wichtig. Die momentane Situation vermittelt das falsche Bild, dass unsere Jugendlichen im öffentlichen Raum nicht will-kommen sind.

Aus Sicht der SPD-Fraktion kommen dabei nur Treffpunkte im Freien weit ab von der Wohnbebauung in Frage, damit niemand gestört wird. Auch muss es eine Selbstver-ständlichkeit sein, dass die Jugendlichen in punkto Sauberhaltung in die Pflicht ge-nommen werden müssen. Ein geeignetes Konzept ist in Zusammenarbeit mit der Ju-gendpflegerin Katrin Ruff, den Jugendräten und anderen interessierten Jugendlichen sowie Vertretern der Parteien, des Ordnungsamtes und des Bauhofs zu erarbeiten.

Bei dieser Gelegenheit bitte ich im Namen meiner Fraktion um Prüfung, inwieweit das Angebot für den Außenbereich noch durch Angebote in Innenräumen für die kalte Jah-reszeit ergänzt werden kann. In Stadtbergen ist dieses Problem durch das Inside be-reits gelöst.

Für das Virchow-Viertel sowie für Deuringen und Leitershofen wäre zu prüfen, ob hier-zu Räume zumindest ein- oder zweimal die Woche am späteren Nachmittag und frü-hen Abend angeboten werden können.

Wir hoffen durch unseren Antrag dazu beizutragen, dass die jungen Leute aus Stadt-bergen mit Virchow-Viertel, Leitershofen und Deuringen spüren, dass sie in ihrer Hei-matstadt Stadtbergen mit ihren Wünschen und Bedürfnissen ernst genommen werden.

Christina Doukas und Michaela Kallart erklären, dass sie Räumlichkeiten an jedem einzelnen Ortsteil von Stadtbergen für überflüssig halten. Die Kosten hierfür könnten ihrer Meinung nach besser investiert werden. Vorstellbar für die Vertreter des Jugendrates, in Stadtbergen wäre ein zentral gelegenes, gewerbliches Lokal, in welchem sich auch und vor allem die älte-ren Jugendlichen (ab 16) treffen können. Wünschenswert wäre neben angepassten Preisen für Jugendliche auch ein Spiele-Angebot wie etwa Kegelbahn, Kicker, Billard oder ähnliches und am allerbesten wäre die zentrale Lage in Stadtbergen. Dies wäre eine Alternative zu einer von der Stadt betreuten und finanzierten Einrichtung.

Frau Ruff schlägt die Installation eines Marktmobiles vor, welches den Jugendlichen und auch den Senioren zur Verfügung stehen könnte. Dieses könnte die Ortsteile verbinden. Ei-ne Transportmöglichkeit für alle Jugendlichen aus allen Ortsteilten zum und vom Inside wäre damit gegeben. Mehr Werbung für das Inside ist ebenfalls angestrebt um das Inside und auch den Jugendrat noch populärer zu machen. Ein gemeinsamer Auftritt über Facebook wäre ebenfalls vorstellbar.

1. Bürgermeister Metz spricht die Betreuung von „Winterquartieren“ für die Jugendlichen in den einzelnen Stadtteilen an. Der Raum im Kindergarten Virchow-Viertel steht aus Kapazi-tätsgründen zurzeit nicht zur Verfügung. Der Pavillon in Deuringen beim Kinderhort könnte grundsätzlich genutzt werden. Für die Nutzung eines Raumes beim TSV Leitershofen be-steht eine Vereinbarung zwischen dem TSV und der Stadt Stadtbergen. Bei diesem Raum muss jedoch die Betreuung durch einen Verantwortlichen gesichert sein.

Frau Ruff differenziert innerhalb ihrer den Mitgliedern des Gremiums vorliegende Stellung-nahme zwischen den Jahreszeiten sowie zwischen den Ortsteilen, in denen die Treffpunkte installiert werden:

In Stadtbergen:
In Stadtbergen kann sich die Jugend im Jugendclub Inside treffen. Dies ist auch zu je-der Jahreszeit gesichert, obwohl im Sommer die Kellerräume für Jugendlichen als nicht attraktiv gelten. Deshalb wurde von Frau Ruff gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern des Jugendrats bei einer Stadtratssitzung beantragt, dass in der neuen Mehrzweckhalle neben einem kleinen Innenraum für Getränke, Bänke etc. ein Freiplatz für einen Treffpunkt entsteht. Dieser sollte von den Mitarbeitern des Jugendclubs sowie vom Jugendrat betreut werden. Aufgrund der Personalkapazität würde in dieser Zeit der Jugendclub aber geschlossen bleiben.
Zudem macht es Frau Ruff im Winter vom Bedarf abhängig, ob das Inside zusätzlich sonntags für Jugendliche von 14 - 17 Uhr geöffnet wird!

In Leitershofen:
In Leitershofen wurde gemeinsam mit den Jugendrätinnen, Anna Schneider und Vane-sa Popovic, der Welserspielplatz im Rahmen eines KSA begangen, um auch die Be-dürfnisse der Jugendlichen optimieren zu können. Dabei kamen von Seiten der Ju-gendrätinnen bzgl. Treffpunkte für Jugendliche die folgenden Vorschläge:
• Sitz- Bank-Gelegenheit auf dem Hügel (incl. Mülleimer)
• sowie einen überdachten Pavillon incl. Sitzbänken in der Nähe der
Tischtennisplatten (incl. Mülleimer)
diese Treffpunkte wären über die wärmeren Monate auf jeden Fall ideal. Im Winter je-doch gibt es in Leitershofen keinen Treffpunkt für die Jugend in beheizten Räumlichkei-ten.

In Deuringen:
In Deuringen befindet sich mitten auf dem Spielplatz des Rotspitzweges ein „Gebäu-de“, jedoch ohne Sitzgelegenheiten und Fenster.
In der Vergangenheit wurde dieser Treffpunkt jedoch missbraucht, indem die Scheiben und die Sitzgelegenheiten zerstört und die Wände beschmiert wurden. Letzteres kann nach Meinung von Frau Ruff jedoch nicht verhindert werden, wenn Treffpunkte ohne Betreuung installiert werden. Eine Lösung von Seiten der Jugendrätinnen, Frau Schneider und Frau Popovic, wäre die, dass feste Sitzgelegenheiten (schwer ent-flammbar) in das Gebäude installiert werden, um dieses nutzen zu können.
Von zwei Jugendlichen aus Deuringen habe Frau Ruff aber erfahren, dass Jugendliche dieses Gebäude am Spielplatz nicht als Treffpunkt nutzen, sondern sich lieber an der Sportanlage in Deuringen mit Freunden verabreden.
In den warmen Monaten säßen sie draußen, bei kälteren Temperaturen würden sie sich in der Gaststätte treffen und dort auch teilweise kegeln.
Zudem gab es in der Vergangenheit die Installation eines selbstverwalteten Bauwa-gens, was aber über kurz oder lang nicht bestehen bleiben konnte. Zudem erfuhr Frau Ruff bei der Landestagung im Frühjahr, dass von Bauwägen aufgrund rechtlicher und versicherungsrechtlicher Gründen abzuraten wäre.
D. h. momentan gibt es in Deuringen keinen offiziellen Treffpunkt für die Wintermonate mit beheizten Räumlichkeiten.

Im Virchow – Viertel:
Im Virchow-Viertel gibt es einen Treffpunkt beim (Obi-) Spielplatz, der auch durch zwei Pavillons sowie mehrerer Bänke einen zumutbaren Treffpunkt in den Sommermonaten für die Jugend darstellt. Aber wie auch in den zwei zuvor genannten Ortsteilen gibt es auch hier keinen offiziellen Treffpunkt für die kälteren Monate. Eine bestehende Räum-lichkeit, den Keller des Virchow-Kindergartens, kann jedoch nach Meinung Frau Ruffs nicht zu einem Jugendtreffpunkt umfunktioniert werden, da der Kindergarten selbst diese Räumlichkeiten für Sportstunden der Kinder nutzt und sich somit eine Koordina-tion (wie bspw. Reinigung) als schwierig erweisen könnte!
D. h. momentan gibt es im Virchow–Viertel keinen offiziellen Treffpunkt für die Winter-monate mit beheizten Räumlichkeiten.

Allgemeine Problematik (v. a. während den Wintermonaten):
Bei der vorhergehenden Erläuterung fällt auf, dass die Problematik bzgl. Jugendtreff-punkten vor allem in den Wintermonaten besteht (ausgenommen in Stadtbergen auf-grund des Jugendclubs).
Eine Installation weiterer Räumlichkeiten in allen Ortsteilen wäre wünschenswert, wür-de jedoch einen erheblichen finanziellen Aufwand bedeuten, was im Folgenden aufge-zeigt wird:

Momentan werden bei drei Öffnungstagen im Jugendclub Inside (je 4 - 5 Std.) vier 400-€-Kräfte, sowie ein FSJler und die Jugendpflegerin beschäftigt. Abgesehen von den noch fehlenden Räumlichkeiten müssten deswegen nicht nur weitere Betreuer (400-€-Kräfte) sondern zudem neben Frau Ruff auch eine weitere Überwachungs- sowie Ko-ordinationsstelle geschaffen werden. Grund dafür besteht darin, dass Frau Ruff neben der Leitung des Jugendclubs auch weitere Aufgabengebiete wie die des Ferienpro-gramms, Betreuung des Jugendrats, Netzwerkarbeit, etc. abdeckt und somit keine wei-teren, zeitlichen Kapazitäten dafür sieht, um noch weitere Treffpunkte zu überwachen.
Neben dem Personalschlüssel würde zusätzlich auch die Ausstattung der neuen Treff-punkte hinzu kommen, die nicht nur aus der Anschaffung sondern auch aus der War-tung bestehen würde, was wiederum einen erhöhten finanziellen Aufwand bedeuten würde.

Lösungsvorschlag hinsichtlich Treffpunkte für Jugendliche aller Ortsteile:
Frau Ruff hat vom Kulturamtsleiter, Herrn Niedermair, erfahren können, dass in der Vergangenheit schon einmal ein „Marktmobil“ initiiert wurde, um bspw. Jugendlichen den Weg zum Jugendclub zu erleichtern, dieses von den Jugendlichen jedoch nicht angenommen wurde, weil sich die Jugendräte hier nicht engagierten.
Frau Ruff sieht jedoch in einer Wieder-Installation eines „Stadtmobils“ eine neue Chan-ce in ihrer Amtszeit, Jugendliche dem Jugendclub näher zu bringen. Das Stadtmobil könnte auch für Seniorenfahrten, für Vereine und als Dienstwagen Verwendung finden.

Hierbei könnte der Jugendrat in den verschiedenen Ortsteilen die Werbung für das „Stadtmobil“ übernehmen, indem durch Mundpropaganda, Jugendversammlungen oder Flyer den Jugendlichen das Stadtmobil bekannt gemacht wird. Auch durch ein vom Jugendrat initiiertes Event im Jugendclub wie bspw. eine Party könnten die Ju-gendlichen auf das Inside sowie dann aber auch auf das „Stadtmobil“ aufmerksam ge-macht werden.

Der Shuttle-Service könnte laut Herrn Niedermair so aussehen: Nach einem festen Fahrplan können Jugendliche mit dem Stadtmobil von ausgewählten Haltestellen aus zum Inside und wieder zurück gebracht werden. Um so eine Jugendlinie dauerhaft ein-richten zu können, ist ein Stadtmobil (über Werbung finanziert) notwendig. In Gablin-gen verkehrt dieser 9-Sitzer zwischen den Ortsteilen (nur) für die Senioren und das Angebot wird ganz toll angenommen. Im Wechsel fahren dort zwei 400-€-Seniorenkräfte diese Linie. Senioren und Vereine könnten in Stadtbergen in das „Stadtmobilprojekt“ einbezogen werden. Herr Niedermair erinnert daran, dass unser früheres „Marktmobil“ daneben auch ein beliebtes und intensiv genutztes Dienstfahr-zeug war.

Zusammen mit Herrn Storr vom Bauamt haben wir Spiel- oder Sportplätze ermittelt, an denen es möglich wäre, (zusätzlich) Jugendtreffpunkte auszuweisen. In direkter Nach-barschaft zu Kleinkinderbereichen ist dies nicht anzuraten. Die Treffpunkte könnten aus Bankgruppen (Bank-Tisch-Kombination ca. 2500 €) oder überdachte Sitzplätze (bis zu 12.000 €) bestehen. Diese müssen einsehbar und gegen Vandalismus gesi-chert sein.

Vorgeschlagene Plätze:
Bolzplatz Reiterweg
Sportanlage an der Panzerstraße (mit Grillmöglichkeit)
Spielplatz Welserstraße (Einschränkung spezielle Anwohner)
Spielplatz Altenhilfezentrum Dr.-Frank-Stiftung (Einschränkung Anwohner + La Ro-mantica)

Man sollte erst tätig werden, wenn der Bedarf ermittelt und der Jugendrat befragt wor-den ist. Darum ist es aus Sich von Herrn Niedermair erfreulich, dass der Jugendrat bei der KSA-Sitzung anwesend ist.

BERATUNG:

1. Bürgermeister Metz sieht im Außenbereich der neuen geplanten Sporthalle ebenfalls eine Möglichkeit den Wünschen der Jugendlichen entgegenzukommen. Bei der Realisierung der Halle sollte dies berücksichtigt werden.

Stadtrat Mair erinnert an den Inhalt des SPD-Antrages. Im Wesentlichen ist dort von „offiziel-len Treffpunkten im Außenbereich“ die Rede. Beispielsweise am Reiterweg an einer Bank treffen sich die Jugendlichen. Stadtrat Mair beobachtete schon öfter, dass die Jugendlichen dann jedoch vom Ordnungsdienst „vertrieben“ werden. Das Ansinnen der SPD geht dahin, dass an Treffpunkten für Jugendliche im Außenbereich nicht bei jeder Gelegenheit der Ord-nungsdienst eingreift. Die Jugendlichen wären an diesen Orten für die Sauberkeit und die Einhaltung von Regeln selbst verantwortlich.

1. Bürgermeister Metz betont, dass im Januar ganz konkret nochmals über die Ausweisung von Plätzen im Außenbereich beraten wird. Darüber hinaus, von den Jugendlichen und Herrn Niedermair angesprochen, auch das Thema Treffpunkte im Winter besprochen werden soll. Auch ein eventuelles Übermaß an Kontrolle durch den Ordnungsdienst muss bespro-chen werden. Sobald jedoch unangemeldet Feuer oder Alkohol im Spiel sind, wird der Ord-nungsdienst an öffentlichen Plätzen aktiv. Auch die Belange der Anwohner sollen Berück-sichtigung finden. Die Anschaffung eines „Stadtmobils“ muss seiner Meinung nach im Stadt-rat beraten werden und u. U. in die Haushaltsberatungen mit eingehen.

Christina Doukas macht den Vorschlag, dass generell in den Sommermonaten an bestimm-ten Plätzen die Möglichkeit zum Grillen besteht, ohne vorher im Ordnungsamt angemeldet zu werden. Vorstellbar wäre, dass dies zum Beispiel immer Freitags und/oder Samstags mög-lich wäre. So könnte laut Sabrina Brummer auch die für Jugendliche wichtige und notwendi-ge Spontanität gelebt werden. Viele Probleme könnten nach Meinung von Christina Doukas auch durch eine gewerbliche Einrichtung (Café, Billardcafé, Jugendbar o. ä.) für Jugendliche ab 16 gelöst werden.

Stadtrat Smischek begrüßt es sehr, dass bei den Jugendlichen offensichtlich kein Ortsteil-denken besteht, dass die Jugendlichen alle Ortsteile verbinden möchten. Dies wird durch die Vereine in der Stadt zusätzlich gefördert. Auch diese Jugendarbeit soll gewertschätzt wer-den. Für Jugendliche die in keinem Verein und in keiner Organisation aufgefangen werden ist es jedoch notwendig offizielle Einrichtungen zu schaffen. Bestehende Bolzplätze und die Beachvolleyballfelder sind seiner Meinung nach ebenfalls geeignete Plätze die von Jugendli-chen besucht werden können. Um die Bedürfnisse, Wünsche und Vorgaben miteinander abzustimmen, wäre es seiner Ansicht nach sinnvoll, den Ordnungsdienst und dessen Leiter zu einer Jugendratssitzung einzuladen damit die Probleme gemeinsam besprochen werden können. Auch im Inside selbst sieht er einen hervorragenden Treffpunkt für die Jugendlichen. Die Notwendigkeit und Wichtigkeit eines Treffpunkts für Jugendliche steht für ihn außer Fra-ge.

Stadtrat Thum schließt sich seinem Vorredner an. Aus seiner Sicht dürfte es keine Probleme mit dem Ordnungsdienst geben, wenn sich die Jugendlichen an die Vorgaben (Alkohol, Feu-er) halten.

Personal, Geld und Engagement sind notwendige Bestandteile der Jugendbetreuung und –unterstützung. 1. Bürgermeister Metz kann sich vorstellen, dass ein Konzept entsteht: Jetzi-ge Nutzer der Jugendeinrichtungen – spätere Betreuung der Jugendlichen. Treffpunkte im Außenbereich bedürfen zusätzlich der Beachtung von Bedürfnissen der Anwohner. Speziell „rund um den Bürgersaal“ bittet er um Verständnis für die Anwohner, da gerade dieser Be-reich stark frequentiert ist.

Stadtrat Mair gefiel die Idee beim Stadtfest „Inside goes Outside“. Die TSG Sportanlage soll-te dahingehend geprüft werden, ob die Garage an der westlichen Seite oder Räumlichkeiten im Sportheim für die Belange der Jugendlichen in Frage kämen. Seiner Meinung nach be-steht eine Regelung bezüglich der Nutzung der „Ponte Rosa“. Auch der Jugendraum des TSV Fußballabteilung, welcher mit Geldern der Stadt gebaut wurde, sollte auch Jugendli-chen die nicht Mitglied im TSV Leitershofen sind zur Verfügung stehen, auch hierfür gäbe es einen Beschluss des Stadtrates.

Als Abteilungsleiter des TSV-Leitershofen gibt Stadtrat Förg darüber Auskunft, weshalb die Jugendrätin Tamara Jörg (Deuringen) Ihren Geburtstag nicht in den o. g. Räumlichkeiten feiern konnte: Der Raum kann nicht jedermann zugänglich gemacht werden. Schlechte Er-fahrungen aus der Vergangenheit haben eine Nutzungsbeschränkung notwendig erscheinen lassen, sodass Nichtmitglieder nur unter der Verantwortung von erwachsenen Mitgliedern (welche für die gesamte Veranstaltung verantwortlich zeichnen) mitfeiern können. Auch ver-sicherungstechnische Gründe sind für Herr Förg ausschlaggebend für die Nutzung dieses Raumes.

1. Bürgermeister Metz bietet dem Jugendrat an, sich persönlich dafür zu engagieren wenn Räumlichkeiten zu besonderen Gelegenheiten benötigt werden. Die Teilnahme einer verant-wortlichen Person ist Grundvoraussetzung für das Zustandekommen eines solchen Agree-ments.

Stadträtin Bentlage weist daraufhin, dass das Inside von Jugendlichen für private Partys „an-gemietet“ werden kann. Es gibt eine Einweisung, ein Erwachsener muss sich als verantwort-lich bereit erklären, die Räumlichkeiten müssen ordentlich wieder übergeben werden und eine Kaution wird hinterlegt. Vielleicht wäre eine analoge Vereinbarung für den Raum beim TSV-Leitershofen eine Lösung. Unterstützt werden sollte die gewünschte spontane Frei-tag/Samstag-Regelung hinsichtlich der Grillmöglichkeiten in den Sommermonaten ohne vor-her eine Genehmigung beim Ordnungsamt einzuholen. 1. Bürgermeister Metz wird diese Angelegenheit mit dem Ordnungsamt besprechen und das Ergebnis dieser Besprechung über Frau Ruff dem Jugendrat mitteilen lassen. Desweiteren wird dem Jugendrat ein Proto-kollauszug dieser Sitzung zugestellt. Darüber hinaus schlägt Stadträtin Bentlage vor, das Inside einmal monatlich von 10 – 12 Uhr zu öffnen und damit ein Alleinstellungsmerkmal für die „älteren“ Jugendlichen ab 16 zu treffen.

Sabrina Brummer betont, dass die Jugendlichen auch in kirchlichen Organisationen die be-stehenden und geeigneten Räumlichkeiten nur nutzen können, wenn eine Mitgliedschaft in dieser Organisation besteht. Christina Doukas wünscht sich für das Inside frischen Wind. Leider ist das Inside mit Vorurteilen behaftet, die sie gerne aus dem Weg räumen möchte. Das Inside sollte ALLEN Jugendlichen mit ihren Freunden als Meetingpoint zur Verfügung stehen.

1. Bürgermeister Metz bekundet sein Verständnis, dass die älteren Jugendlichen im Inside nicht das Gefühl haben möchten sich in einer „Kinderbetreuung“ treffen zu müssen. Diese älteren Jugendlichen haben verständlicherweise andere Interessen und Bedürfnisse als die kleineren und jüngeren Kinder. Zusammen mit Frau Ruff müssen in diese Richtung Überle-gungen angestellt werden. Ein zeitnaher Vorschlag vom Kulturamt zusammen mit dem Per-sonalamt (Frau Stauffer) ist auch hinsichtlich der Haushaltsberatungen für die Planung 2012 dringend nötig.

Stadtrat Münch ist der Meinung, dass die bestehenden Räumlichkeiten z. B. TSV-Leitershofen von der Stadt verwaltet werden sollten. Die fehlende Ringbuslinie, welche die Stadtteile miteinander verbindet ist für ihn ein weiteres Hindernis, Jugendliche (und auch andere) miteinander in Kontakt zu bringen. Bei der Schaffung eines attraktiven, öffentlichen Grillplatzes sieht er die Ausweitung der Popularität weit über die Grenzen Stadtbergens hin-aus. Deshalb sollte es sich bei einem derartigen Platz um einen für Stadtberger Bürger re-servierten Platz handeln (Buchung und Schlüsselverwaltung bei der Verwaltung, evtl. Frau Ruff).

Frau Bentlage sieht in einer derartigen Organisation zu viel Absperrung, Eingrenzung. Die Übertragung von Verantwortlichkeit und die Unterstützung der Spontanität gehe verloren. Auch Sabrina Brummer befürwortet spontane Lösungen.

1. Bürgermeister Metz fasst zusammen, was zu prüfen und ggf. zu organisieren wäre:
• Zusammenbringen der Jugendlichen mittels eines Stadtbusses
• Notwendiges Programm für älteren Jugendlichen ab 16 und differenzierte Öffnungs-zeiten für die ab 16-Jährigen
• Kostenermittlung durch Kulturamt und Personalamt (Frau Stauffer)
• Anmeldung der vorhandenen Räumlichkeiten über die Verwaltung (Frau Ruff)
• Abnahme und Übergabe dieser Räumlichkeiten vor und nach einer Veranstaltung
• Unangemeldete, spontane Grillmöglichkeiten am Freitag und Samstag an dafür aus-gewiesenen Plätzen (Ordnungsamt/Ordnungsdienst)
• Besprechung im nächsten KSA am 02. Februar 2012
Christina Doukas spricht nochmals die Möglichkeit an, ein gewerbliches für Jugendliche ge-eignetes Lokal anzusiedeln. Frau Bentlage denkt in diesem Zusammenhang an die Nutzung der geplanten Gebäude am Eingangsbereich des Fryar Circles.

Bezüglich eines Stadtmobils regt Stadtrat Münch an, sich bei der Stadt Neusäß zu erkundi-gen. Dort wurde ein Rahmenvertrag mit einem Autovermieter geschlossen. Für Herrn Münch ist vorstellbar, bedarfsgerecht mit einer solchen Lösung reagieren zu können und damit auch die Kosten in einem überschaubaren Rahmen zu halten.

Diese Idee findet die Zustimmung von 1. Bürgermeister Metz und er regt an, diesen Vor-schlag in die Haushaltsplanung mit einzubeziehen, die Verwaltung soll dahingehend die Kos-ten ermitteln. Die für den Außenbereich vorliegenden Vorschläge des Bauamtes sollen bis zur nächsten Sitzung hinsichtlich Pro/Contra überarbeitet werden.

Nach Beratung wird beschlossen:
Die bisher vom Bauamt empfohlenen Plätze sollen hinsichtlich der Nutzbarkeit und Reali-sierbarkeit, auf wenigstens einem dieser Plätze auch hinsichtlich der Grillmöglichkeit, weiter verfolgt werden. Das Ziel soll sein, freitags und samstags „freies Grillen“ zu ermöglichen. Der Ordnungsdienst soll als Unterstützung gegenüber Ortsfremden für die Stadtberger Jugendli-chen zum Einsatz kommen.

Abstimmungsergebnis: einstimmig

 
 

Kommentare

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Autor: Expelluff, Datum: 02.02.2012, 09:54 Uhr


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Autor: Sequoia, Datum: 15.01.2012, 07:41 Uhr


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Autor: Denisha, Datum: 15.01.2012, 06:45 Uhr


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