"Die Weber von Augsburg", Augsburger Stadttheater

Veröffentlicht am 07.11.2009 in Veranstaltungen

Auf neuen Wegen befindet sich Juliane Votteler mit dem Theaterstück "Die Weber von Augsburg", auf dem Dieriggelände wird ein sehr sozialkritisches Stück gespielt.

Auf den Spuren des Originals führt das Stück „Die Weber von Augsburg“ die anwesenden Theaterbesucher. Auf dem Dieriggelände wird der Aufstieg und der Fall der Textilindustrie in Augsburg gezeigt. 80.000 Menschen arbeiteten in Augsburg in diesem Bereich, eine Industrie in der Augsburg auch in der Welt führend war. Lag es nun an den Managern, die Massenware in Fernost herstellen liesen oder waren es die „Billigheimer“, die zum Niedergang beitrugen. Die Schauspieler, ob es nun die ältere Hilde Gruber oder die Griechin Dilek Chan war, überzeugte mit ihrem authentischen Auftreten. Kleinere zwischenmenschliche Geschichten bereicherten den verzweifelten und zuletzt erfolglosen Kampf um ihren Arbeitsplatz. Das Stück öffnet den Zuschauern endgültig die Augen, dass es mit der aktuellen Unternehmensführung nicht möglich ist, Arbeitsplätze zu erhalten. Gründermentalitität, Mut für neue Wege ist mit den aktuellen Aufsichtsratsvorsitzenden oder kurzfristig eingesetzen Vorstandsvorsitzenden nicht zu machen. Gefragt ist eine neue Unternehmenskultur, die Gier nach kurzfristigen Erfolgen, nach der nächsten Prämie sind die nicht die Eigenschaften von erfolgreichen Unternehmern. Wacht auf – das will uns dieses Theaterstück zeigen.
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