
Serie: Das Gewerbegebiet · Teil 1
Das Gewerbegebiet im Virchowviertel hat einiges zu bieten: viele Geschäfte, ein breites Angebot, kurze Wege zwischen den Läden. Doch wer ohne Auto anreist – zu Fuß oder mit dem Rad – merkt schnell, dass hier nicht an alle gedacht wurde.
Das Gewerbegebiet im Virchowviertel hat einiges zu bieten: viele Geschäfte, ein breites Angebot, kurze Wege zwischen den Läden. Doch wer ohne Auto anreist – zu Fuß oder mit dem Rad – merkt schnell, dass hier nicht an alle gedacht wurde.
Die Anfahrt ist das erste Ärgernis. Radwege gibt es kaum. Wer mit dem Rad unterwegs ist, teilt sich vielerorts den schmalen Fußweg mit den Fußgängern – auf Kosten beider.
Besonders deutlich wird das Problem für alle, die – wie ich – vom Holderweg aus mit dem Rad anfahren und dafür die B300 queren müssen. Die B300 ist an dieser Stelle eine vierspurige Bundesstraße mit hohem Verkehrsaufkommen. Es gibt zwar eine Bettelampel mit Mittelinsel – die Bedarfsanforderung hat in der Praxis aber kaum eine Wirkung, da regelmäßig ohnehin im Takt des Verkehrsflusses auf Grün geschaltet wird. Man wartet also, obwohl man "gedrückt" hat, und muss anschließend über einen schmalen Fußweg, den man sich mit Fußgängern teilt. Früh morgens, wenn der Verkehr etwas ruhiger ist, queren manche Radfahrer die vier Spuren sogar direkt und diagonal – ein durchaus gefährliches Unterfangen, das eigentlich niemand nötig haben sollte, um sicher zum Einkaufen zu kommen.
Für ein Gebiet mit so viel Einkaufsangebot ist das ein klarer Widerspruch: Das Angebot lockt, doch die Anfahrt ohne Auto bremst und ärgert.
Was helfen würde
Die Grundinfrastruktur – Ampel und Mittelinsel – ist bereits vorhanden. Was fehlt, ist die richtige Umsetzung:
- Bessere Beschilderung und Markierung der Querungsstelle, damit Rad- und Fußverkehr klar geführt werden.
- Verbreiterung des Weges, damit sich Fußgänger und Radfahrer nicht mehr denselben schmalen Streifen teilen müssen.
- Ein markierter, abgetrennter Radstreifen, der Radfahrer sicher und eigenständig führt.
Mehr Angebot allein reicht nicht – ein Gewerbegebiet ist nur dann für alle attraktiv, wenn auch die Wege dorthin sicher und durchdacht sind. Auch aus anderen Himmelsrichtungen gibt es Zufahrten zum Gewerbegebiet – manche besser geeignet, manche vollkommen ungeeignet. Diesen Zufahrten widmen wir uns in den kommenden Teilen dieser Serie.
Wie erlebt ihr die Anfahrt ins Gewerbegebiet im Virchowviertel? Kommt ihr aus einer anderen Richtung – vielleicht mit besseren oder noch schlechteren Erfahrungen? Schreibt uns gerne eure Eindrücke, sie fließen in die kommenden Teile dieser Serie mit ein.
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