Friedrich Merz - ein Kandidat der Schmerzen - Feedback zur dritten Seite der AZ

Veröffentlicht am 02.05.2024 in Allgemein

In der Regel beteiligt sich die Augsburger Allgemeine auf der Hauptseite mit einem Ampel-Bashing. Im redaktionellen Teil (ab Seite 3) sind in der Regel gut recherchierte Artikel enthalten. Die Interviews mit Personen sollte jeder selbst bewerten. Das Interview mit Jens Spahn ((wer ist das?) war gut geführt, die Antworten des stv. Fraktionsvorsitzenden waren inhaltslos.

Am heutigen Freitag, den 03.05. erscheint eine Bewertung über den künftigen Kanzlerkandidaten. Nach der Recherche der AZ wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit Friedrich Merz. Die Argumente für Friedrich Merz ist vor allem ein Verhindern des Ministerpräsidenten Markus Söder „Kandidat der Schmerzen: Die Union wird wohl mit Friedrich Merz an der Spitze in die nächste Bundestagswahl ziehen. Der Sauerländer löst zwar keine Begeisterungsstürme in seiner Partei aus. Aber die Christdemokraten wollen Ruhe. Und keinesfalls Markus Söder.“ Weitere Aussagen aus der Augsburger Allgemeinen folgen im textuellen Teil. Und falls Sie meine Einschätzung interessiert, dann habe ich dazu meine Kommentierung darunter geschrieben.

 

Friedrich Merz spaltet mit seinen Reden die Gesellschaft.

„Der Friedrich hat schon lange keinen mehr rausgehauen“, sagt einer aus der Parteispitze. Ein anderer ist „erleichtert, dass wir uns jetzt um unsere Politik kümmern können“. Wer die letzten Monate die Interviews von Friedrich Merz verfolgt hat, dann hat er meiner Meinung nach keine Fettlache ausgelassen. Wer Migrantenkinder mit Paschas bezeichnet und Flüchtlinge aus der Ukraine, die um ihr Leben fürchten, als „Sozialtouristen“ bezeichnet, soll Bundeskanzler von Deutschland werden. Friedrich Merz pauschalisiert, differenziert nicht und spaltet die Gesellschaft. Man kann sich nicht vorstellen, dass er als Bundeskanzler das deutsche Volk vertritt. Mit dieser Vorgehensweise schürt Friedrich Merz Fremdenfeindlichkeit und der Schritt zu Fremdenhass ist nah.

Versagen in der Oppositionsarbeit.

Mehr als zwei Jahre nach Übernahme des CDU-Vorsitzes ist es Merz „nicht gelungen, die Wählersubstanz der CDU wieder auf das einstmals vorhandene Niveau anzuheben – trotz aller Schwäche der gegenwärtigen Bundesregierung“, wie der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, analysiert.

Die Opposition ist seit der letzten Bundestagswahl ein Ausfall. Die Rolle der Opposition ist eine konstruktive Mitarbeit und die kritische Begleitung der Regierung. In die Fußballsprache übersetzt, sitzt die Opposition auf der Ersatzbank und bietet ihre Leistung für Auswechslung an. Die aktuelle Opposition steht am Spielfeldrand und wirft mit destruktiven Parolen um sich. Das kann nichts werden, liebe CDU. Das gilt im übrigen auch für die CSU und ich freue mich, dass die CSU mit der Wahlrechtsreform die CSU auf die Wertigkeit bringt, die ihr zusteht: Eine starke Regionalpartei zu sein.

Friedrich Merz macht die Reichen reicher und schwächt die Mittelschicht und die armen Menschen.

Merz pirscht sich an die Wählerschaft heran, die rechts von seiner Partei steht. Doch das allein beunruhigt sein direktes Umfeld nicht. Über die Worte hinaus ist es die Attitüde des ehemaligen Aufsichtsratschefs von Blackrock Deutschland, die sie sorgt.

Friedrich Merz war bei der Heuschrecke Blackrock Aufsichtsratsvorsitzender und hat dafür gesorgt, dass Unternehmen wie Apple, Microsoft und Venovia keine Steuern mehr zahlen. Er ist verantwortlich für die Beihilfe zur Steuerflucht. Vertrauen wir so einem Menschen, der das Bürgergeld der schwächeren Bevölkerung beschneiden will und statt dessen Milliarden von Euro an Deutschland vorbeischleust.

Friedrich Merz verhindert Markus Söder als Kanzlerkandidat?

Diese Frage beantwortet die Augsburger Allgemeine mit folgenden Worten: In den Gesprächen mit Parteimitgliedern werden vor allem indirekte Gründe dafür genannt, warum Merz Spitzenkandidat werden soll. Einer davon: „Hauptsache, es wird nicht Markus Söder.“ Es gibt in der CDU einen schon fast fühlbaren Widerwillen gegen den bayerischen Ministerpräsidenten, das hat viel mit den Vorgängen bei der letzten Bundestagswahl zu tun. Armin Laschet setzte sich damals gegen Merz und andere Konkurrenten als Kanzlerkandidat durch, als er dann wackelte, brachte Söder sich ins Spiel.

Markus Söder hat sich, so verstehen es die Christdemokraten, wiederholt als Störer des Unionsfriedens erwiesen. Der bayerische Ministerpräsident betont zwar immer, sein Platz sei im Freistaat, doch das glaubt ihm in der Hauptstadt niemand. Allerdings kann er nur Spitzenkandidat werden, wenn die CDU verzichtet, so wie es 1980 bei Franz Josef Strauß und Helmut Kohl sowie 2002 bei Edmund Stoiber und Angela Merkel der Fall war. Sollte Söder auf jüngere Spitzenkandidaten als den am 11. November 1955 in Brilon (Sauerland) geborenen Merz schielen, kann er lange warten.

So wie es verstanden habe, stellt man Friedrich Merz nur auf, um Markus Söder zu verhindern. Wer den Aktionismus eines Markus Söder in den letzten Monaten anschaut, dann mag ich nur mitleidig auf die Konservativen schauen. Markus Söder kann Ampelbashing – Klima-, Verkehrs- und nachhaltige Politik kann er nicht.

Ist Friedrich Merz eigentlich nicht ein „alter Sack“?

Was sein Alter angeht, sagte Merz – der bei seiner Vereidigung zum Kanzler 70 wäre – kürzlich dem Magazin Stern: „Ich fühle mich fit, und mein Alter kann ich nicht ändern.“

In den letzten Jahren wurde häufig von der Jugend mit „Hast du einen Opa, dann schick ihn nach Europa“. Dieser Ausspruch ist nicht gerade fein formuliert gegenüber einer Generation, die Deutschland zu dem Land gemacht hat, das wir heute sind. Vielleicht Friedrich Merz als Kanzlerkandidat der alten Männerpartei CDU geeignet. Als Vertreter für ein Land, das eine riesige Veränderung vor sich hat und dazu einige Jahre braucht, ist Olaf Scholz der beste Vertreter. Olaf Scholz ist aktuell 65 Jahre alt, seine Politik ist nicht von der Sprunghaftigkeit eines Friedrich Merz. Rhetorische Ausfälle sind bei Olaf Scholz nicht vorhanden. Als Vertreter der Sozialdemokratie macht er einen sehr guten Job, wie die anderen SPD-Minister im übrigen auch.

 
 

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