
Volkstrauertag ist ein Pflichttermin. - aber es ist auch die Unterstützung von einer Maßnahme zum Erhalt und Stärkungn der Demokratie. Für mich ist mit dem ersten Vorsitzenden, Benjamin Dempfle eine Zeitalter gekommen, in dem wir den Veteranen- und Soldatenverein weg vom Militarismus hin zum demokratischen Stabiltätsfaktor entwickeln.
Am Sonntag, dem 17. November 2024, beging die Stadt Stadtbergen den Volkstrauertag, einen Tag des stillen Gedenkens und der Besinnung. Die Veranstaltung begann um 9:15 Uhr mit einer Messfeier in der St. Nikolaus Kirche. Prälat Manz sprach in seiner Predigt über aktuelle Herausforderungen wie Orientierungslosigkeit und die Bedrohungen durch Cyberangriffe und schlug eine Verbindung zwischen den Lehren der Geschichte und den Gefahren der Gegenwart.
Im Anschluss fand die Gedenkfeier am provisorischen Kriegerdenkmal nahe der Kirche stat. Der Ablauf wurde durch den Musikverein Stadtbergen, Gebete am Kriegerdenkmal und Beiträge des Musikvereins und des Männerchors Stadtbergen begleitet. Im Mittelpunkt standen die Ansprachen des Zweiten Bürgermeisters Michael Smischek und des Ersten Vorstands der Veteranen- und Soldatenkameradschaft Stadtbergen, Benjamin Dempfle.
Smischek erinnerte in seiner Rede an die Opfer von Krieg und Gewalt. Er betonte, dass der Volkstrauertag nicht nur den Gefallenen der beiden Weltkriege, sondern auch den zivilen Opfern sowie den Verfolgten aufgrund von Rasse, Religion oder politischer Überzeugung gewidmet ist. „Es ist unsere Verantwortung, die Demokratie, für die viele ihr Leben gaben, zu bewahren und zu stärken. Demokratie erfordert aktive Teilnahme,“ erklärte Smischek. Er würdigte die Arbeit der Soldatengemeinschaft, die einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten, und hob die Bedeutung von Frieden und Freiheit hervor. Smischek wies auch auf die Notwendigkeit hin, diese Werte gegen aktuelle Bedrohungen zu verteidigen.
Der Vorsitzende der Soldatengemeinschaft Dempfle begann seine Ansprache mit einem Zitat aus dem Lied „Demokratie“ der Band Die Ärzte. Er betonte die Bedeutung der Demokratie als Fundament einer freien Gesellschaft und appellierte an die Anwesenden, Verantwortung für die Gestaltung und den Schutz demokratischer Werte zu übernehmen. „Demokratie ist ein Geschenk, das Pflege und Einsatz erfordert“, sagte er. Dempfle würdigte die Rolle der Soldaten, die durch ihren Einsatz die Werte der Demokratie verteidigt haben, und erinnerte daran, dass die Gräber der Gefallenen Mahnmale und Botschaften für die Zukunft sind. „Frieden und Demokratie dürfen niemals als selbstverständlich angesehen werden“, betonte er.
Kranzniederlegung und Abschluss der Feier
Der feierliche Abschluss der Gedenkfeier war die Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal. Der Musikverein Stadtbergen spielte das Stück „Ich hatt’ einen Kameraden“, während der Zweite Bürgermeister Michael Smischek und die Veteranen- und Soldatenkameradschaft die Kränze niederlegten. Der Schützenverein Stadtbergen begleitete die Zeremonie mit drei Salvenschüssen.
Die Veranstaltung endete mit einem abschließenden Dank des Bürgermeisters an alle Beteiligten, insbesondere die Fahnenabordnungen der Ortsvereine. Im Anschluss trafen sich die Teilnehmenden im Schützenheim zu einem gemeinsamen Ausklang des Vormittags.
Der Volkstrauertag in Stadtbergen verdeutlichte, wie wichtig das Gedenken an die Vergangenheit für die Gestaltung der Zukunft ist. Die Veranstaltung rief dazu auf, die Werte von Demokratie und Frieden aktiv zu schützen und weiterzugeben.