Pendlerpauschale – Entlastung ja, aber gerecht

Veröffentlicht am 11.09.2025 in Allgemein

Die Erhöhung der Pendlerpauschale wird als Unterstützung für die arbeitende Bevölkerung verkauft. Für viele, die täglich weite Wege zur Arbeit zurücklegen, ist das eine spürbare Entlastung. Gerade Beschäftigte mit mittleren und höheren Einkommen merken es deutlich im Geldbeutel – und das ist wichtig, denn auch sie sind Teil der arbeitenden Mitte unserer Gesellschaft.

Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich eine Schieflage: Wer viel verdient, profitiert überproportional. Wer nur ein kleines Einkommen hat oder auf den ÖPNV angewiesen ist, geht fast leer aus. Damit wird die soziale Idee der Gerechtigkeit verfehlt.

Eine moderne, sozialdemokratische Antwort müsste lauten: Entlastung ja, aber fair für alle. Deshalb braucht es eine Mobilitätsprämie, die auch Geringverdiener:innen hilft, sowie eine konsequente Förderung von Bus, Bahn und Rad. Denn echte Wahlfreiheit bei der Mobilität gibt es nur, wenn alle Verkehrsmittel gleichermaßen gestärkt werden.

Die Pendlerpauschale ist also nicht grundsätzlich falsch – aber sie bleibt Stückwerk. Was fehlt, ist eine gerechte und klimafreundliche Mobilitätspolitik, die alle Menschen im Blick hat.

 
 

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