Besuch der Bürgerinitiative Langereringen/Schwabmünchen, Dr. Herbold

Veröffentlicht am 18.07.2008 in Umwelt

Eine komplexe, schwierige Angelegenheit ist die Erweiterung der Papierfabrik Lang in Ettringen. In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der BI, Dr. Herbold und dem SPD-Vorsitzenden Rony Schneider führte ich ein längeres Gespräch. Den Sachverhalt der Genehmigung von diesen Anlagen nach neuem Kenntnisstand oder nach alter Gesetzeslage werde ich zu einem späteren Zeitpunkt eingehen.

Zuhören, den anderen aussprechen lassen, Argumente sammeln und abwägen das ist mein Anspruch wie ich den Wahlkampf gestalten will.

Dr. Herbold, der Sprecher der Bürgerinitiative Hiltenfingen / Schwabmünchen hat mich eingeladen, um über den Sachverhalt des Heizkraftwerks der Papierfabrik Lang in Ettringen zu diskutieren. Wie in dem Beitrag vom Dienstag bereits geschrieben, haben sowohl die Bürgerinitiative Gesundes Wertachtal e.V als auch die Papierfabrik zahlreiche Informationen im Internet stehen, so dass man sich hier ein gutes Meinungsbild der beiden Parteien bilden kann.
Hintergrundinformationen und ein Bericht über den aktuellen Sachstand waren Themeninhalt des Gesprächs, dass ich zusammen mit dem SPD Ortsvorsitzenden, Rony Schneider aus Langeringen mit Dr. Herbold führte.
Unabhängig von der Diskussion um die Neuinvestition der Papierfabrik hat Dr. Herbold in der letzten Woche im Bayerischen Landtag eine Petition eingereicht, die den Sachverhalt der Umrüstung von alten Schwerölkraftwerken, sowie um die Entsorgung der Deponie und der Informationspolitik behandelt hat. Der Petition endet mit einem positiven Ergebnis - sicherlich ein großer Erfolg für die Bürgerinitiative und Motivation weiterhin engagiert weiterzumachen.

Bereits am 20.06.2007 fand auf Bitten der Firma Lang ein Scoping-Termin statt, bei dem die wichtigsten Antragsunterlagen festgelegt wurden.Ein Entwurf der Unterlagen wurde im Oktober 2007 auf Vollständigkeit geprüft.
Wenn man die Zeitschiene kritisch hinterfragt war zwischen Juni 2007 und Anfang 2008 genügend Zeit vorhanden, um der Bevölkerung Hintergründe und Expertenwissen zu vermitteln. Allerdings wurde erst Anfang Januar die Erweiterung unter Anteilnahme einer großen Öffentlichkeit diskutiert.
Wurden die Gründung, die Eingaben, der Aufbau der Organisation mit hesser Nadel und großem Zeitdruck geschmiedet, so gibt die Verschiebung der Auslegung und des Erörterungstermin nun Zeit um erneut in die Diskussion einzusteigen.
Nach Meinung der Bürgerinitiative ist momentan unklar, wie sich der Restmüll zusammensetzt, der verbrannt werden soll. Die Bi zweifelt an, dass die geplante Filteranlage die Giftstoffe ausfiltern kann, weil lt. Ihrer Meinung die Zusammensetzung nicht geklärt ist. Der Werksleiter des Unternehmens, Dr. Krauthof erläuterte mir in dem Gespräch, dass es sich um einen klar bestimmten "Input" handelt und man mit der vom Werk geplanten Filteranlage die Reststoffe ausfiltern kann. Welche Meinung nun die richtige ist, das können nur Experten erläutern und entscheiden.
Ich habe Dr. Herbold nach den letzten persönlichen Kontakten zu dem Unternehmen gefragt, die sind vom Februar; hier sind zu viele Monate der Sprachlosigkeit vergangen und jeder konnte sich in seinen eigenen "Elfenbeinturm" eingraben.
Klar ist, dass nach dem Erörterungstermin jede Seite nachgaben muss, wichtig ist, dass die Bevölkerung der Region wieder das Vertrauen zurück gewinnt, dass das Unternehmen alles Menschenmögliche tut um Schaden abzuwenden und das Risiko gering zu halten. Ich habe die Einbindung eines Mentors empfohlen, der zwischen beiden Seiten die Kommunikation wieder in Gang bringt und eine objektive Diskussion ermöglicht. Aktuell bin ich auf der Suche nach einem guten Mentor. Der Bürgerinitiative "Gesundes Wertachtal" und dem Unternehmen wünsche ich ein gegenseitiges Zuhören und Verstehen, für die Region, für die Menschen im Einklang mit den Zielen des Unternehmens Lang.

 
 

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Meine erste Berührung war "Alte weisse Männer". Das Buch war ein Geschenk an unseren Stadtdirektor Holger Klug, der es mit Interesse und zunehmender Begeisterung gelesen hat. Es ist der angenehme Schreibstil, das Miterleben mit Sophie Passmann, dass die Schriftstellerin sympathisch macht. Aus dieem Grund bin ich gespannt wie es mit diesem Buch ist. .. und ich habe keine Kritiken oder Informationen im Internet gelesen.