Europa sollte sich für Frontex schämen und es abschaffen

Veröffentlicht am 17.07.2021 in Allgemein

Es ist ein weltweites Problem, über 82 Millionen Personen flüchten wegen militärischer Konflikte, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen aus ihrem Land. Zwei Drittel der Menschen, die ihr Heimatland verlassen, kommen aus den Ländern Syrien, Venezuela, Afghanistan, Südsudan und Myanmar. Nach den Aussagen der UNO sind es 4,2 Millionen Menschen, die um Asyl nachsuchen. Man mag es nicht mehr lesen, wie Europa in der Aufnahme von Flüchtlingen immer wieder scheitert. An den Außengrenzen von Südeuropa versuchen viele Menschen über das Mittelmeer in ein rechtssicheres, demokratisches System zu kommen.

Die Zahl der Menschen, die über das Mittelmeer fliehen, sinkt seit 2016 von 373.000 auf 95.000 im Jahr 2020, es sind jedoch 95.000 Einzelschicksale, die dort versuchen über das Meer nach Süditalien, nach Griechenland oder nach Spanien zu kommen. Die Außengrenzen der Europäischen Union wird von der Organisation Frontex „geschützt“, die eine intransparente Vorgehensweise hat und deren Zentrale in einem Land liegt, deren demokratische Rechte seit Jahren abgebaut wird: Polen. Die Aufgabe von Frontex ist es die Außengrenzen der Europäischen Union gegen illegale Migranten zu sichern und die Mitgliedsstaaten bei der Rückführung von Flüchtlingen zu unterstützen

Die Europäische Union hat es nicht geschafft, ein belastbares, demokratisches und menschenwürdiges System dort zu schaffen. In der Kritik steht das Pushbackverfahren, welches Flüchtlinge auf das offene Meer zurückdrängen und dort ihrem Schicksal überlassen. Es gab in den letzten Monaten eine Prüfkommission, die zum Ergebnis hatte, dass Frontex keine direkte Beteiligung hatte. Es wird berichtet, dass die Motoren von Schlauchbooten zerstört werden und die Flüchtlingen auf das offene Meer getrieben werden. Die Organisation Frontex hat dieses Vorgehen von Drittländern toleriert und geduldet. Mit Frontex wird gegen die Werte der Europäischen Union verstoßen.

Wir sollten uns schämen und alle Möglichkeiten aufzeigen, die notwendig sind, um eine Gefährdung von Männern und Frauen und Kindern auf der Mittelmeerroute zu vermeiden.

 
 

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