Gesunde Lebensmittel - Was wollen wir in Zukunft essen?

Veröffentlicht am 10.07.2021 in Allgemein

Thema: Was wollen wir in Zukunft essen? Webtalk über gesunde Lebensmittel und eine umweltschonende Landwirtschaft mit Maria Noichl und Heike Heubach, Sabine Asum (Kreisbäuerin Aichach-Friedberg) und Erich Kerner (Landwirt aus Friedberg)

Moderation: Roland Mair

 

Die Bio-Sortimente in den Supermärkten werden immer größer, Gesundheit und Naturschutz sind in aller Munde. Was aber bedeutet der zunehmende Wunsch nach gesunden Bio-Lebensmitteln, auch für unsere heimische Landwirtschaft? Wir können wir Artenschutz und Landwirtschaft besser verzahnen, so das alle davon profitieren und vor allem davon leben können? Und was können Verbraucher*innen und Politiker*innen dafür tun?

 

Wir haben regionale Vertreter*innen der Landwirtschaft eingeladen, gemeinsam mit der Europaabgeordneten Maria Noichl und unserer Bundestagskandidatin Heike Heubach darüber zu diskutieren. Seien Sie dabei und bringen Sie auch Ihre Sicht als Landwirt*in, Kommunalpolitiker*in oder Verbraucher*in mit ein! Wir freuen uns auf den Austausch.

 

Sabine Asum ist Kreisbäuerin für Aichach-Friedberg und hat einen Betrieb in Laimering: https://www.bayerischerbauernverband.de/kreisverband/aichach-friedberg/unsere-kreisbaeuerin-760?lat=50.64359130846382&long=11.999810790725801

https://www.asum-agrar.de

 

meinen persönlichen Eindruck über die Veranstaltung

Der Webtalk mit der Abgeordneten des Europäischen Parlaments, Maria Noichl, sowie der Bundestagskandidatin Heike Heubach, zusammen mit der Kreisbäuerin von Aichach-Friedberg, Sabine Asum sowie dem Landwirt Erich Kerner aus Friedberg war für mich ein herausragendes Ereignis.

Es war auch ein Thema, welches mich seit Jahren umtreibt: „Was wollen wir in Zukunft essen?“ Welchen Anspruch haben Heike Heubach & Maria Noichl an gesunde Lebensmittel und eine umweltschonende Landwirtschaft. Die Kreisbäuerin Sabine Asum warb um einen Dialog mit allen Stakeholdern, auch das Gespräch mit Verbrauchern und Politik ist für alle Beteiligten eine heilsame Maßnahme. Nach ihren Worten bringt uns das Schwarz-Weis-Denken keinen Zentimeter weiter; heute konventionelle Landwirtschaft und morgen ökologische Wirtschaften benötigt im Agrarwesen lange Übergangsfristen. Für die Europaabgeordnete Maria Noichl ist die Umsetzung von Europäischen Recht auf nationales Recht der bayerischen Staatsregierung eine bürokratische Katastrophe. Häufig schießen die Regierenden über das Ziel hinaus: Das Verbot der Hausschlachtung und der Verlagerung des Vorgangs in einen professionellen Schlachthof wird in Österreich anders gelebt. Dort ist es erlaubt und auch heute noch üblich.

Zum Nachdenken haben mich die Beiträge von Erich Kerner gebracht. Er reklamierte die Umsetzung der Düngeverordnung in Bayern, neu war für mich der Begriff der roten Gebiete (*). Auch bei der Abschreibung von Investitionen warb er für längere Fristen, denn Landwirten ist finanziell nicht möglich, neue Entwicklung innerhalb kürzester Zeit umzusetzen. Schockierend war für die Aussagen, dass 80 Prozent des verkauften Fleisches aus dem Discounter stammen.

Für Heike Heubach ist es wichtig, dass sowohl Landwirte aber auch Verbraucher über ihre Arbeit genügend Geld verdienen, um zum einen gute Produkte herzustellen und für den Verbraucher auch die Möglichkeit zu schaffen, mit einem ausreichenden Einkommen sich Fleisch und Wurst vom Metzger zu leisten.

Die Medaille in Gold hat sich die Gebärdendolmetscherin Daniela erworben, weitere Auszeichnungen die beiden technischen Unterstützer Marco Lavis und Peter. Ich fühlte mich mit den beiden Genossen sehr sicher. Gemeinsam haben wir die Diskussion mit Einbindung der virtuellen Teilnehmer gut „gemanagt“. Nach meiner persönlichen Meinung war es eine tolle Veranstaltung, mit vielen neuen Impulsen zu einem wichtigen Thema. Vielen Dank an die Organisatoren im Hintergrund, ohne sie ist ein Wahlkampf nicht möglich.

(*) Mit der am 1. Mai 2020 in Kraft getretenen Düngeverordnung (DüV), dem geänderten Paragraph 38a WHG zur Begrünung von Randstreifen an Gewässern (Änderung am 30. Juni 2020 in Kraft getreten) und der allgemeinen Verwaltungsvorschrift (AVV) des Bundes zur DüV (soll im Herbst 2020 im Bundesrat behandelt werden) ist Deutschland einen großen Schritt weitergekommen, die Vorgaben der EU-Nitratrichtlinie endlich einzuhalten. Anlässlich der Corona-Pandemie wurde mit der EU-Kommission vereinbart, dass die vorgesehene Neuausweisung der roten (besonders mit Nitrat belasteten) Gebiete nach bundeseinheitlichen Kriterien bis Ende des Jahres erfolgen muss und die neuen, strengeren Regeln in den roten Gebieten erst ab dem 1. Januar 2021 gelten.

 
 

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