Gedenkveranstaltung "12 Jahre Fukuschima"

Veröffentlicht am 11.03.2023 in Allgemein

Zwischen Fukushima und Stadtbergen besteht eine langjährige Beziehung. Und deswegen war es dem Bund Naturschutz und den Bürger:innen sehr essenziell, anlässlich des zwölften Jahrestages der Atomkatastrophe eine Gedenkfeier vor dem Denkmal der deutsch-japanischen Freundschaft zu organisieren.

Immer wieder ist es wichtig, an eine nachhaltige Energiewende zu erinnern. Deswegen unterstütze ich gerne Aktionen und Veranstaltungen, die in diesem Zusammenhang stehen. Der Bund Naturschutz hat am heutigen Samstag mit den Rednern des Vorsitzenden vom BN, Dr. Ludwig Fink, sowie der Kreisgruppe Johannes Enzler und mit Raimund Kamm einen wertvollen Beitrag für die Energiewende ein wichtiges Zeichen gesetzt.

Vor einem Jahr hat Russland die Ukraine mit kriegerischen Handlungen (Militäreinmarsch, Bomben und sozialen und wirtschaftlichen Repressionen) überzogen. Nicht nur das verursachte Leid und die Zerstörung fordern ein schnelles Ende, der Krieg hatte Auswirkungen auf die Energieversorgung der gesamten Welt. Russisches Gas, das über Nordstream I eingeführt wurde oder künftig über Nordstream, wurden zuerst reduziert und danach vollkommen gestoppt.

Die aktuelle Diskussion zur Lösung bezog sich auf eine Wiederaufnahme der AKW-Tätigkeit und nicht auf einen schnelleren Ausbau der unterschiedlichen Energieträger. Die alternativen Energien werden schlechtgeredet (z.B. Windkraft) oder verzögert wie z.B. die Stromtrassen aus Norddeutschland.

Parallel zur Diskussion wurde der Atomstrom von Frankreich bezogen, deren Atomkraftwerke zu 50 Prozent defekt sind!

Nicht nachvollziehbar ist es, dass die Welt nach den Katastrophen in Harrisburg, Tschernobyl und russischen Raketen auf das AKW Saporischschja in der Ukraine immer noch auf die Atomkraft setzt. 160.000 Menschen haben in Fukushima ihre Heimat verloren. In dieser Region gibt es eine wachsende Zahl von jungen Schilddrüsenkrebskranken, die Durchschnittsrate ist um ein Vielfaches gestiegen. Angesichts der aktuellen Entwicklung warnt die Präsidentin des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), Inge Paulini: "Die Risiken der Kernkraft sind nicht beherrschbar. Das haben die Unglücksfälle von Tschernobyl und Fukushima gezeigt“.

Zuletzt zeigte Raimund Kamm detailliert und mit vielen Beispielen, wie ein Atomunfall sich auf die Bevölkerung auswirkt und welche törichten Vorschläge aus der bayerischen Regierungsseite erst jüngst in Meitingen geäußert wurden.

Es stimmt nachdenklich, wie mit der Energieversorgung in Deutschland umgegangen wird. Positiv war die Resonanz der Bevölkerung auf diese Gedenkveranstaltung und auch die gedanklichen Nachwirkung auf die Vertreter der Kommunalpolitik. Unser Bürgermeister, Paul Metz und ich waren auf dieser Gedenkveranstaltung.

 in Fukushima bringt japanische Regierung zunehmend in Erklärungsnot.

Vor zehn zwölf Monate kam es zur Reaktorkatastrophe in Fukushima. In Stadtbergen, seit Jahren befreundet mit dieser Region in Japan, hat die Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN) eine Gedenkveranstaltung organisiert - mit mahnenden Worten zur Atomenergie.

 
 

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