Gibt es die alten, weißen Männer wirklich? Rückblick auf das Buch von Sophie Passmann

Veröffentlicht am 11.03.2021 in Allgemein

Sophie Passmann (* 5. Januar 1994 in Kempen als Sophie Paßmann[1]) ist eine deutsche Autorin und Radiomoderatorin (aus Wikipedia).

Sie hat 2019 ein Buch geschrieben, das ich in wenigen Tagen gelesen habe. Es war die Sucht, die Meinung der unterschiedlichen Menschen aus den verschiedenen Bereichen zu erleben. Es ist ein schönes Buch.

 

Sophie Passmann hat in der Zwischenzeit ein neues Buch geschrieben, allerdings das erste Buch von Ihr „Alte, weiße Männer – ein Schlichtungsversuch“ habe ich als Versuchsobjekt dem Stadtdirektor Holger Klug von Stadtbergen geschenkt. Für Sophie Passmann sind die alten, weißen Männer Menschen, die sich gegen Veränderungen wehren oder als nicht vorhanden erklären.

Ja, es gibt diese Menschen – oftmals versteht man nicht, warum diese Menschen stur wirken oder Veränderung nicht sehen (vielleicht interpretieren wir auch Dinge als Veränderung, die nicht sichtbar sind) wollen. Der alte weiße (oder weise) Mann ist für sie ein Feindbild, ein Mensch, den man nicht begegnen will. Viele Männer geben sich in den Begegnungen nicht als alte, weiße Männer. Unterm Strich im Alltag im Bild der Gesellschaft sind es jedoch die Sturköpfe, die sich ein eigenes Weltbild geschaffen haben und sich im Gespräch als verständnisvoller und fortschrittlicher Gesprächspartner zeigen.

Oftmals sind es auch Menschen, die Respekt, Humor oder Aufmerksamkeit zeigen. Sophie Passmann fasst es als Herrenwitz über sich selbst zusammen. Wenn die alten weißen Männer Diversity akzeptieren, dann wäre für Sophie Passmann die Welt in Ordnung. Die alten, weißen Männer sind jedoch heute noch in der Verantwortung und dominieren in einer männerorientierten Welt. Die Autorin empfiehlt dieser Zielgruppe eine Gelassenheit gegenüber der Veränderung.

Sophie Passmann ist oftmals fassungslos gegenüber den Argumenten der alten und weißen Männer, manchmal hat man den Verdacht, es verschlägt ihr die Sprache. Feminismus ist das wichtigste Thema, welches sie den alten und weißen Männern in keiner Weise überlassen will, sie will ihr Feindbild (oder ist es ein Vorurteil) pflegen.

Wir leben in einer Filterblase, so wie die Autorin. Oftmals wollen wir diesem „Dunstkreis“ von gleichgesinnten Menschen entfliehen, fühlen uns dort jedoch wohl, weil wir nicht streiten, nicht argumentieren, vielleicht auch nicht nachdenken müssen. Sophie Passmann ist der Versuch gelungen, der Filterblase zeitweise zu verlassen. Sophie Passmann hat sich die richtigen Menschen herausgesucht, mit denen sie die Dialoge geführt hat. Mit der Dokumentation der Gespräche mit dem Beschreiben ihrer Gefühle schafft sie ein Klima der Vertrautheit zu einem selbst. Es ist das Thema Gleichberechtigung, welches die Schriftstellerin treibt.

Für mich ist es ein Werk gewesen, das ich in wenigen Tagen gelesen habe, es war die Sucht, die Meinung der unterschiedlichen Menschen aus den verschiedenen Bereichen zu erleben. Es war ein schönes Buch.

Sophie Passmann schreibt zum Schluss: Am Ende des Tages kann uns niemand an irgendetwas hindern, so erdrückend und unfassbar die bestehenden Umstände manchmal auch wirken können, sie sind auch nur menschengemacht. Es wäre eine Schande, wenn uns dieser Gedanke Angst und nicht Mut macht. Der Mut, die Motivation und die Aussicht Neues zu erleben, ist nach einem Gespräch mit einem Arbeitskollegen auch für mich ein Prinzip: „Es gibt immer einen Tag nach dem Heute, es gibt immer auch ein Morgen und es gibt immer auch die Möglichkeit, es besser (oder auch schlechter) zu machen. Lest das Buch und bildet Eure Meinung.

 
 

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