Leserbrief zum Artikel „Raus aufs Land“ in der AZ am Montag/Dienstag, den 31. Dezember 2018 / 01. Jan

Veröffentlicht am 14.01.2019 in Allgemein

Liebe Augsburger Allgemeine,

also wenn der Artikel von Markus Bär keine Satire ist, dann muss man dem Zukunftsforscher Matthias Horx eindeutig widersprechen. Beiliegend meine Meinung.

Der Aussage des Zukunftsforschers Matthias Horx ist mit Bezug auf die deutsche Hauptstadt Berlin richtig, kann jedoch nicht auf den ländlichen Raum übertragen werden. Wie ernst es den politischen Parteien ist, kann man an der Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär von der CSU erkennen. Sie hält in einem Fernsehinterview eine flächendeckendes Mobilfunknetz genauso unrealistisch wie Flugtaxis. Falls die Bevölkerung nicht im Speckgürtel einer Großstadt wohnt, dann ist der Gang zum Haus- oder Facharzt, wie auch zur Bank umsonst – es gibt zunehmend weder den Arzt noch die Bank. Die Fahrt mit dem öffentlichen Bus in die Großstadt reduziert sich auf zweimal am Tag und das Essen läßt man sich am besten von einem Lieferdienst oder Onlinehändler bringen. Der ländliche Raum wird zum Ruhesitz für ältere Menschen, die den Absprung in die Großstadt nicht geschafft haben oder nicht wollten. Es mag sicherlich Ausnahmen geben, aber die Gleichstellung von ländlichem und städtischem Raum kann nur mit enormen Finanzmitteln erkauft werden.

 
 

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Inhaltsangabe zu "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre"

  • In einem Wohnheim für behinderte Menschen wird die junge Natalie Reinegger Bezugsbetreuerin von Alexander Dorm. Der Mann sitzt im Rollstuhl, ist von unberechenbarem Temperament und gilt als »schwierig«. Dennoch erhält er jede Woche Besuch – ausgerechnet von Christopher Hollberg, jenem Mann, dessen Leben er vor Jahren zerstört haben soll, als er ihn als Stalker verfolgte und damit Hollbergs Frau in den Selbstmord trieb. Das Arrangement funktioniere zu beiderseitigem Vorteil, versichert man Natalie, die beiden seien einander sehr zugetan. Aber bald verstört die junge Frau die unverhohlene Abneigung, mit der Hollberg seinem vermeintlichen Freund begegnet. Sie versucht, hinter das Geheimnis des undurchschaubaren Besuchers zu kommen und die Motive seines Handelns zu verstehen. Dieser Roman ist eine Bergwerksfahrt in die Welt des Clemens J. Setz. Sie fördert ihre innere Ordnung zutage, ihre Geheimnisse und Prinzipien: Macht und Ohnmacht, Sinnsuche und Orientierungsverlust, Unterwerfung und Liebe in allen Spielarten – fürsorglich, respektvoll, besessen, Liebe als Wahn und als Manipulation. Und Rache. So subtil und schmerzhaft, dass die Frage nach Täter und Opfer in namenloses Gelände führt.
     
    https://www.pustet.de/shop/article/28540689/clemens_j_setz_die_stunde_zwischen_frau_und_gitarre.html