Schirmherrschaft beim Schäferhundeverein Stadtbergen

Veröffentlicht am 09.07.2019 in Allgemein

Der Schäferhundeverein in Stadtbergen feiert den 80. Geburtstag der Ortsgruppe. Freude und Leid liegen eng zusammen, der 87 Jahre alte Vorsitzende Eberhard Kuppitz ist wenige Tage vor dem Pokalwettkampf verstorben. Zu seinen Ehren wurde der Wettkampf durchgezogen, acht Ortsgruppen aus der Region Augsburg nahmen am Wettkampf teil. Der Schirmherr war der Fraktionsvorsitzende aus dem Stadtbergen Stadtrat Roland Mair. Unter seiner Aufsicht und den strengen Augen des Hunderichters Bernhard Babl wurden die besten Hunde mit ihren Hundeführern ermittelt.

Die Geschichte des Vereins begann im Kriegsjahr 1939, damals gründete sich der Verein unter dem Ortsgruppe Augsburg Nord in der Nähe des Gaskessels in Oberhausen. Wenige Jahre nach dem Krieg fanden die Mitglieder des Schäferhundevereins in Stadtbergen in der Nähe des Ziegelstadels ihre Heimat.

1951 zog man auf das Gelände der Familie Kranzfelder, den Ziegelstadel um – mit Leiterwagen. In der Chronik des Vereines kann man weiterlesen: „1978 wurde das Gelände, auf dem wir mit unseren Hunden übten, verkauft. Die Vereinshütte mußte abgebaut werden. Wir fanden jedoch in unmittelbarer Nähe eine neue Bleibe. Als Unterkunft diente uns dann mehr als zwei Jahre lang ein alter Bauwagen. Trotz dieser Umstände ging der Übungsbetrieb weiter.“ Eine weitere Komplikation machte den Hundefreunden 1989 zu schaffen, als sie vom Eigentümer ihrer Wiese, den amerikanischen Truppen, gekündigt wurden. Die fühlten sich in ihrem militärischen Übungsbereich durch den An- und Abfahrtverkehr der Hundebesitzer gestört. Nur durch Fürsprache des Bundestagsabgeordneten Eduard Oswald war die US-Armee bereit, die Kündigung zurückzunehmen. Konsequenterweise wurde der Name der Ortsgruppe 1992 an den aktuellen Heimatort angepaßt.

Ein Hundeverein kämpft oftmals mit Vorurteilen. Viele Leute haben Schäferhunde als „bösen Hund“ in ihrem Gedächtnis abgespeichert. Die Tatsache, daß die Hunde Wölfen noch sehr ähnlich sehen – und die haben bekanntlich auch ein Image-Problem – könnte dabei eine Rolle spielen. Dabei sind die Tiere bei guter Erziehung und ausreichender körperlicher und geistiger Auslastung ausgeglichen, selbstsicher, nervenfest, treu und anhänglich.

Schirmherr für den Wettkampf ist der Fraktionsvorsitzende im Stadtberger Stadtrat, Roland Mair. Aufgeregte Hunde, die an ihren Leinen zerren und bellen erwarten ihn zu Beginn des herrlichen Wettkampftages. Zum Wettkampftag haben sich die acht Mannschaften der Arbeitsgemeinschaft aus der Region eingefunden. Der Schäferhundeverein wird von einer Familie getragen, die hundeverrückt ist. Neben dem verstorbenen Vorsitzenden Eberhard Kuppitz organisierte die Stieftochter Ulrike Herdegen den Wettkampf, Mitglied ist sie in der Ortsgruppe bereits seit über 40 Jahren, auch Jörg Herdegen und die Enkelin Lara sind dem Vereinssport erlegen und besitzen eigene Hunde.

Der Wettkampftag zeigt einen Vergleich der Stärken, Fährte, Unterordnung und Schutzdienst heißen die Prüfungsdisziplinen. In den einzelnen Prüfungsabschnitten gehen die Hunde konzentriert und folgsam bei Fuß, auch wenn Störmanöver die Wettkampfhunde aus dem Konzept bringen wollen. Die Schäferhunde legen sich hin, warten, bis sie aufgefordert werden und sprinten dann quer übers Gelände. Die Hunde springen und klettern über Hindernisse, um dort hinten die „Beute“ abzuholen und auf dem gleichen Weg zurückzukommen Hektor von der Glana oder Baika vom Ninjas Narnia sind die interessanten Namen von zwei Schäferhunden, dahinter verbirgt sich die Herkunft des Züchters.

Der Leistungsrichter Bernhard Babl hatte in den nächsten Stunden eine Menge zu tun, unterschiedliche Leistungen müssen mit Punkten bewertet werden. Das Leistungsniveau der Hunde mit ihren Begleitern ist sehr hoch und so liegen die Unterschiede in wenigen Punkten. Der Hundeführer Roland Biermann sicherte sich dem Hund Hektor von der Glana mit einem Ergebnis nahe der Maximalpunktezahl den ersten Platz für die beste Gehorsamsübung und damit auch den Einzelsieg.

 
 

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Inhaltsangabe zu "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre"

  • In einem Wohnheim für behinderte Menschen wird die junge Natalie Reinegger Bezugsbetreuerin von Alexander Dorm. Der Mann sitzt im Rollstuhl, ist von unberechenbarem Temperament und gilt als »schwierig«. Dennoch erhält er jede Woche Besuch – ausgerechnet von Christopher Hollberg, jenem Mann, dessen Leben er vor Jahren zerstört haben soll, als er ihn als Stalker verfolgte und damit Hollbergs Frau in den Selbstmord trieb. Das Arrangement funktioniere zu beiderseitigem Vorteil, versichert man Natalie, die beiden seien einander sehr zugetan. Aber bald verstört die junge Frau die unverhohlene Abneigung, mit der Hollberg seinem vermeintlichen Freund begegnet. Sie versucht, hinter das Geheimnis des undurchschaubaren Besuchers zu kommen und die Motive seines Handelns zu verstehen. Dieser Roman ist eine Bergwerksfahrt in die Welt des Clemens J. Setz. Sie fördert ihre innere Ordnung zutage, ihre Geheimnisse und Prinzipien: Macht und Ohnmacht, Sinnsuche und Orientierungsverlust, Unterwerfung und Liebe in allen Spielarten – fürsorglich, respektvoll, besessen, Liebe als Wahn und als Manipulation. Und Rache. So subtil und schmerzhaft, dass die Frage nach Täter und Opfer in namenloses Gelände führt.
     
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