Straßenplanung „Karrenwege Am Graben“ - Beschluss über geänderten Straßenplan „Am Graben“

Veröffentlicht am 01.08.2021 in Allgemein
Künftig: Italienische Verhältnisse am Ende des Grabens
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Im Ortskern von Stadtbergen vollzieht sich in den nächsten Jahren eine umfangreiche bauliche Veränderung. Möglich machen diese Veränderungen hohe staatliche Unterstützung zur Attraktivitätssteigerung von Innenstädten oder für Stadtbergen von Ortskernen. Am letzten Donnerstag wurde mit der Umgestaltung "Am Graben" ein weiterer Startschuss erteilt. Eine breite Zustimmung des Stadtrats erteilte die Zustimmung.

 

siehe dazu auch den Artikel am Samstag, den 31.07.2021 in der Augsburger Allgemeinen

Landschaftsarchitekt Moritz Eschenlohr vom Planungsbüro MNE aus Augsburg stellte im Sitzungsaal den erneut geänderten Entwurf vor. Dieser sollte noch stärker den Wünschen und Sorgen der Anwohner Rechnung tragen. „Die Planung ist jetzt angepasst und ausgereizt“, sagte Eschenlohr. Somit hatten die Stadträte die Wahl. Entweder wird zugestimmt – oder alles beginnt wieder von vorne. Eindringlich warnte Roland Mair von der SPD vor Letzterem. „Die Geburtsstunde für das Vorhaben war vor vier Jahren“, sagte er. Seitdem habe es unter anderem eine Bürgerversammlung mit rund 150 Personen gegeben und 55 Seiten mit Anregungen, Wünschen und Kritik der Bürger seien berücksichtigt worden. Und jeder sei überzeugt davon, „da muss etwas gemacht werden“.

 

Und vielleicht haben wir in diesem Bereich künftig italienische Straßenverhältnisse, siehe dazu den letzten Absatz im oben angeführten Zeitungsartikel:

Mehrheitlich wurde mit Gegenstimmen von Pro Stadtbergen und den Freien Wählern der überarbeite Plan durchgewunken, sodass bereits Ende des Jahres, spätestens Anfang 2022, mit den Arbeiten begonnen werden kann. Und Roland Mairs Vision könnte dann vielleicht schon bald Realität werden: Kinder, die abends am Wendehammer Federball spielen, Anwohner, die sich in der verkehrsberuhigten Zone treffen und für „italienische Verhältnisse“ sorgen. Und alle zusammen würden einen freien Blick auf die wunderschönen Vorgärten haben, statt ihn „dem Blech“ zu opfern“.

Wer die Stellungsnahme und den Redebeitrag der SPD Fraktion insgesamt lesen will, der darf weiterlesen ...

Die Geburtsstunde der Straßenplanung „Am Graben“ war 27.07.2017. Unser Anspruch war es, dass in unserem Ortskern der öffentliche Raum städtebaulich aufgewertet und attraktiver gestaltet wird, indem strukturelle, gemeinschaftsfördernde sowie identitätsstiftende Maßnahmen durchgeführt werden.

Diese Maßnahmen war auch dringend notwendig, weil nach den Ausführungen der Bauverwaltung..

  • Der asphaltierte Karrenweg Süd-West bereits vor der Baumaßnahme auf dem Grundstück des kath. Pfründestiftungsverbandes in einem erneuerungswürdigen Zustand sich befunden hat.
  • Der Graben ungeregelte Parkplätze hat, Platzsituationen nicht existent sind und mit einer unzureichenden Begrünung sowie mangelnder Vernetzung mit den „Karrenwegen“ geprägt ist. Beim asphaltierten Weg „Am Hopfengarten“ sind keine gestalterischen Merkmale vorhanden. Der „Schlossweg West“ weist unzusammenhängende Straßenräume mit wechselnden Materialien mit einer ungünstigen Entwässerungssituation auf.

Aber was sollen wir tun, – der Anspruch ist hoch und wir sehen, dass viele Anlieger sich beteiligen wollen. Die Diskrepanz des Informationsaustausches zwischen grober Planung zu Beginn des Verfahrens und konkreter Umsetzung direkt in der Straße sieht man an den sehr vielen Briefen und Mails an die Verwaltung. Insgesamt waren es über 55 Seiten Ideen, Anregungen, Einwendungen, Verbesserungen, Vorschläge und Kritik. Allen Einwender will ich im Namen der SPD-Fraktion ein großes Dankeschön aussprechen, dass sie sich mit viel Zeit, Energie und den wertvollen Inhalten an uns gewandt haben. Leider verhinderte die Pandemie den persönlichen Austausch, den wir sehr gerne in Anspruch genommen hätten.

Ich bin immer noch überzeugt und zahlreiche Absätze in den Einwendungen beweisen es, dass wir dort etwas Neues schaffen und es ist heute noch ungewöhnlich, was wir dort planen.

Aber was planen wir dort:

Wir haben dort die Straße aufgehoben. Künftig sind Fußgänger, Radfahrer und motorisierter Bürger (der Autofahrer) gleichberechtigt.

Die Straße wird zum Aufenthaltsbereich, Kinder können dort spielen, Autos werden dort geordnet parken. Ja, wir haben den Hinweis aufgenommen, dass es zu viele Autos für zu wenige Autos gibt. Wie können wir es lösen, die Stellplätze von 1,5 Plätzen auf einen höheren Wert gehen. Im Stadtrat ist das Problem angekommen, wir dürfen jedoch nicht glauben, dass es in einem engen Bereich, in dem künftig den Fußgängern, Radfahren mehr Platz zugestanden wird, mehr Flächen für parkende Autos geben wird. Das wäre das perpeteum mobile, die wundersame Vermehrung von Fläche.

Im Bereich des Wendehammers schließt die Straße mit einer gepflasterten Fläche ab, die in Verbindung mit dem geringen Kfz-Verkehr einen Platzcharakter besitzt. Es gibt dort eine eingefasste Grünfläche mit Sitzmöglichkeit, die in nächster Nähe zur ev. Friedenskirche eine hohe Aufenthaltsqualität aufweist. Damit kommen wir dem Anspruch der Aufenthaltsqualität nach.

Auch im Kreuzungsbereich am Verbindungsweg zum Bürgersaal oder zur früheren Post hoch, werden wir eine Platzqualität bekommen. Das ist eine wesentliche Verbesserung zu dem heutigen Zustand. Ja, wir haben den Hinweis bekommen, dass die Kinder dort ungebremst in den Straßenbereich fahren. Wie oben bereits beschrieben haben wir dort keine normale Straße mehr, sondern einen verkehrsberuhigten Bereich. Erfolgreiche Umsetzung von diesen Bereichen gibt es einige in Stadtbergen (Am Uneben) und Leitershofen (z. B. Winkelmahdstraße)

Auf die unterschiedlichen Anregungen und Ideen ist Fr. Peeva eingegangen, das will ich an dieser Stelle nicht wiederholen. Manches ist gesetzlich nicht möglich, manches wird zugunsten einer höheren Lebensqualität geopfert. Die Einwendungen von ihnen sind wichtig und auch richtig und veranlassen zumindest die Mitglieder der SPD Fraktion nochmals nachzudenken, liegen wir mit unseren Vorschlägen richtig.

Nur eines wollen wir nicht – keine Veränderung, das Ziel eines attraktiven und interessanten Ortskernbereichs muss erreicht werden. Ansonsten haben wir weiterhin einen unattraktiven Bereich, in dem parkende Autos die Schönheit von dem Wohngebiet verstecken, in dem die Lebensqualität dem Blech geopfert werden.

Aus diesem Grund, mit den Änderungen und den Erklärungen sind wir einverstanden und zusammen erschaffen wir dort etwas Schönes.

 
 

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Meine erste Berührung war "Alte weisse Männer". Das Buch war ein Geschenk an unseren Stadtdirektor Holger Klug, der es mit Interesse und zunehmender Begeisterung gelesen hat. Es ist der angenehme Schreibstil, das Miterleben mit Sophie Passmann, dass die Schriftstellerin sympathisch macht. Aus dieem Grund bin ich gespannt wie es mit diesem Buch ist. .. und ich habe keine Kritiken oder Informationen im Internet gelesen.