
Ein Kommentar von Roland Mair
Es war ein ganz normales Familiengespräch. Und doch eines, das mich nicht loslässt. Warum wächst die AfD weiter, obwohl die Migrationszahlen drastisch gesunken sind? Warum fehlt der Respekt gegenüber Bundeskanzler Friedrich Merz? Fragen, über die ich in den letzten Tagen intensiv nachgedacht habe.
Das eigentliche Problem: ein verändertes Denken
Was sich in den letzten Jahren verändert hat, ist nicht die Migrationspolitik allein – es ist eine Art zu denken. Eine Denkweise, die Menschen in Gruppen einteilt, die eine besser, die andere schlechter. Dabei ist klar: Kein Mensch ist mehr oder weniger wert, weil er einer bestimmten Gruppe angehört. Dieses Denken in Vorurteilen hat sich die CSU in Bayern zu eigen gemacht. Und genau dieses Schwarz-Weiß-Denken treibt die Menschen in die offenen Arme der AfD.
Wohin solches Denken führen kann, haben wir in der deutschen Geschichte gesehen. Deswegen ist es für mich nicht mehr meine Bayerische Staatsregierung – es ist eine von Vorurteilen geprägte Partei, die Menschen in gut und schlecht einteilt.
Söders Überraschung – keine Überraschung
Die Asylbewerberzahlen gehen zurück, doch die AfD ist weiter im Umfragehoch – das scheint inzwischen selbst CSU-Chef Söder ins Grübeln zu bringen. BayernSPD-Landesvorsitzende Ronja Endres hat das auf Instagram klar ausgesprochen: Söder ist überrascht, dass eine strenge Migrationspolitik die Menschen nicht zufriedener gemacht hat. Nürnberger Nachrichten
Eine Überraschung? Nein.