Warum ich im August auf dem Plauderbänkle sitze

Veröffentlicht am 26.07.2026 in Allgemein

Silke Behrens, die Initiatorin des Plauderbänkles, hat mich gefragt, ob ich im August ein paar Tage übernehmen möchte. Ich habe sofort zugesagt – und zwar aus voller Überzeugung.

Zuhören statt reden

Vielleicht kennt man mich eher als jemanden, der etwas zu sagen hat – aus dem Stadtrat, aus der ArGe, aus der SPD Stadtbergen. Das Plauderbänkle ist für mich das genaue Gegenteil davon: Ich setze mich hin, und dann höre ich zu. Keine Tagesordnung, kein Antrag, keine Redezeit. Einfach ein Gespräch mit den Menschen, die vorbeikommen – über das, was sie gerade bewegt.

Ich verstehe mich seit jeher als jemanden, der Perspektiven eröffnet und Menschen zusammenbringt. Das Bänkle ist die vielleicht schönste und unmittelbarste Form davon.

Auch ohne Mandat mittendrin

Seit Mai bin ich nicht mehr Mitglied des Stadtrats. Was aber geblieben ist: mein Interesse an Stadtbergen und an den Menschen, die hier leben. Meine Ämter sind heute ausschließlich ehrenamtlich – als Vorsitzender der ArGe Stadtbergen und als stellvertretender Vorsitzender der SPD Stadtbergen. Das Plauderbänkle zeigt mir: Man muss kein Mandat haben, um sich für seine Gemeinde zu interessieren und einzubringen.

Ein kurzer Rückblick: Warum ich im Stadtrat für einen Ordnungsdienst war

Am Bänkle kommen erfahrungsgemäß auch Themen zur Sprache, die die Menschen im Alltag stören – Verkehr, Rücksichtnahme, Regeln, die nicht eingehalten werden. Das erinnert mich an eine Position, die ich im Stadtrat vertreten habe: die Einführung eines kommunalen Ordnungsdienstes.

Mir ging es dabei nie um Kontrolle oder Strafe um ihrer selbst willen. Mir ging es darum, dass viele Menschen Regelungen übertreten, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein – und sich damit teilweise sogar selbst gefährden. Vor allem aber sehe ich, dass sich bestimmte Verhaltensweisen eingeschlichen und normalisiert haben, die das Zusammenleben erschweren: zwischen Nachbarn, im Straßenverkehr, im öffentlichen Raum. Ein Ordnungsdienst kann hier helfen, Bewusstsein zu schaffen und das Miteinander wieder zu erleichtern.

Die andere Seite: freiwillig und mit Überzeugung

Regeln und Orientierung sind die eine Seite eines guten Zusammenlebens. Die andere Seite sind Angebote, die Menschen zusammenbringen und Lust machen mitzumachen. Deshalb engagiere ich mich seit Jahren freiwillig für Themen wie Fairtrade, das Stadtradeln oder unsere Sozialeinrichtungen – und als Vorsitzender der ArGe Stadtbergen dafür, dass sich in unserer Stadt Netzwerke und Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung weiterentwickeln.

Für mich gehört beides zusammen: klare Orientierung dort, wo sie das Zusammenleben erleichtert, und Beteiligung, Begegnung und Engagement dort, wo Menschen mitgestalten wollen.

Kommt vorbei!

Am 10. August zwischen 17:00 und 18:30 Uhr sitze ich auf der Plauderbank am Seniorenzentrum am August-Abenstein-Weg. Wenn ihr vorbeikommt und mich dort seht – setzt euch dazu. Ich freue mich auf jedes Gespräch, ganz gleich worüber.

 
 

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